Erzeugung hoher Spannungen von ca. 10000 Volt mit der
Wasser – Influenzmaschine.


Die Wasserinfluenzmaschinen gehen zurück auf eine Idee von William Thomson (veröffentlicht 1867).




Zeichnung der originalen Wasserinfluenzmaschine von William Thomson entnommen aus seiner Veröffentlichung:

„Electrophoric Apparatus and Illustrations of Voltaic Theory“

erschienen in den

„Proceedings of the Royal Society for June 20, 1867“




Zeichnung der Wasserinfluenzmaschine der

Villa Vogelsang

2003




Die in der Maschine entstehende Spannung reicht aus, kleine Blitze und Funken zu erzeugen. Für die praktische Erzeugung von elektrischer Energie sind Wasserinfluenzmaschinen heute selbstverständlich bedeutungslos. Die intelligente technische Problemlösung, die in den Geräten steckt, reizt zunehmend immer mehr Institute, alte Influenzmaschinen nachzubauen und demonstrativ in Betrieb zu nehmen.





Wie die Maschine funktioniert




Das rechte obere Rohr sei negativ geladen, das linke positiv. So ist es in der nebenstehenden Zeichnung dargestellt. Die negativen Ladungen an der rechten Rohroberfläche ziehen positive Ladungen im Wasserzufluss nach rechts. Entsprechend bewegen sich negative Ladungen im Wasserzufluss nach links. Diese Art der Ladungstrennung in dem eigentlich ungeladenen Wasserzufluss nenn man Influenz. Die Tropfen übernehmen bei der Entstehung die am Entstehungsort gegebene Ladung. So fallen rechts positive Tropfen und links negative. Die unteren Rohre enthalten im Inneren Metalltrichter. Dort werden die Ladungen der Tropfen abgestreift und – das ist sehr wichtig – über die kreuzweise geführten elektrischen Leitungen polrichtig an die oberen Rohre weitergegeben. Jeder Tropfen verstärkt mit seiner abgegebenen Ladung die jeweils schon vorhandenen Gesamtladungen an den einzelnen Teilen der Maschine. So bildet sich eine immer höhere Spannung. Wenn etwa 10000 Volt erreicht sind, zündet an der Funkenstrecke ein Blitz und die Blitzlampe daneben leuchtet auf. Bei jedem Blitz verliert die Maschine fast die ganze Ladung. Wenn weitere Tropfen fallen, ist nach einigen Sekunden wieder genug Ladung für den nächsten Blitz beisammen...

Wissenschaftlich interessant ist der Start einer ungeladenen Maschine. Solange es keine getrennten Ladungen gibt, gibt es auch keine Influenz. Weil es aber unmöglich ist, links und rechts genau gleiche Tropfen fallen zu lassen, überwiegt irgendwann auf einer Seite der oberen Rohre die positive Ladung auf der anderen die negative. Von da ab wird die zufällige Ladungsverteilung durch die Influenz verstärkt (siehe oben). Es ist beim Start der Maschine nicht klar, welches die positiv geladene Seite werden wird. Hier regiert der Zufall (Deterministisches Chaos).

Ladungstrennung ist auch die Ursache von Blitz und Donner in der Natur. Die Ladungstrennung in Gewitterwolken erfolgt aber nicht durch Influenz. Im turbulenten Aufwind der Wolke verdunsten Eiskristalle positiv geladene Feuchtigkeit und werden dadurch selbst negativ. In der Wolke bilden sich bald zwei extrem unterschiedlich geladene Schichten mit den bekannten Folgen.


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