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In
der Raumluft gespeicherte Heizenergie
Ein
typischer Raum mit 40qm Grundfläche und 3m Höhe
besitzt ein Luftvolumen von 120cbm. Der spezifische Energieinhalt
von Luft beträgt 1,3kJ/cbmK. Falls diese 120cbm Luft
also 5K wärmer als die Außentemperatur sind,
dann beinhaltet das Luftvolumen dieses Raums eine Heizenergie
in Höhe von
1,3kJ/cbmK
* 120cbm * 5K = 780kJ = 0,22kWh
Zum
Vergleich: Der spezifische Energieinhalt von Leichtbauwänden
beträgt 2,1 kJ/kgK. In einem 25qm-Raum beträgt
allein die Masse der inneren Leichtbauplatten etwa 1000kg.
Der oben beschriebene 5K-Aufheizvorgang erfordert somit
für die Wände:
2,1
kJ/kgK * 1000kg * 5K = 10500kJ = 2,9 kWh
Der
Energieinhalt des Luftvolumens ist also sehr klein verglichen
zu der Energie, die bei einem aufgeheizten Raum in den Wänden
steckt. Wenn wir das Luftvolumen einmal austauschen, dann
verursachen wir lediglich Energiekosten in Höhe von
grob 0,03€. Aufwendige Wärmerückgewinnungsgeräte
in der Lüftung bringen somit in all den Fällen
keinen nennenswerten Gewinn, in denen man auf eine Dauerlüftung
verzichten kann.
Intervall-Lüftung ist einfach und wirkungsvoll
Viel
einfacher ist es, eine Intervall-Lüftung zu realisieren.
Ein typischer Lüftungsventilator erzeugt einen Volumenstrom
von 180cbm/h. In jeder Minute tauscht er somit 3cbm der
insgesamt 120cbm Luftvolumen unseres Beispielraumes gegen
Frischluft aus. Wenn unsere Raumluft zuvor zu 100% gesättigt
war mit Geruchsstoffen aus Gardinen, Teppichböden und
Polstermöbeln, dann ist sie nach 1 Minute Ventilatorbetrieb
nur noch zu 97,5% gesättigt. Das nebenstehende Diagramm
zeigt, daß die Schadstoffsättigung der Raumluft
in den ersten 15 Minuten eines 2stündigen Lüftungsvorgangs
von 100% auf 68% zurückgeht, doch in den letzten 15
Minuten nur noch von 7% auf 4,8%.
Dennoch
geht in einem gut geheizten Raum in beiden Fällen die
gleiche Heizenergie durch den Lüftungsvorgang verloren,
ohne daß die Ausdünstung der Schad- und Geruchsstoffen
aus Teppichböden und Polstermöbeln durch die Dauerlüftung
nennenswert verbessert würde. Das Luftpolster, das
die Teppichböden und Polstermöbeln umgibt, steht
weitgehend still und die Geruchsstoffe benötigen deshalb
viel Zeit, um sich von tieferen Schichten der Stoffe an
die Oberfläche zu bewegen und von der Luft abtransportiert
zu werden. Aus diesem Grund ist es ungünstig, durch
lange Lüftungsvorgänge zwar eine hohe Aufnahmefähigkeit
der Luft sicherzustellen, doch den Geruchsstoffen keine
ausreichende Zeit zu geben, um von der Luft aufgenommen
zu werden.
Sinnvoller
ist es, wiederholt zu lüften und zwischendurch ausreichende
Pausen zu lassen, in denen sich die Geruchsstoffe aus Teppichböden,
Möbeln, Gardinen usw. in der Luft auflösen können.
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